Lunchbericht vom 14. September 2017

Montag, 25. September 2017

2. Monatsbericht 14. September 2017

Programm am heutigen Lunch:

  • A.o. Mitgliederversammlung (siehe separates Protokoll)
  • Besuch unserer Governor Catherine Ineichen
  • Aufnahme von Sabine Siegenthaler
  • Vortrag von Rudolf Lüscher: Brieftauben

 

Der heutige Lunch war zum einen sehr abwechslungsreich, zum andern auch sehr spannend. Unsere Governor Catherine Ineichen gab uns zuerst einen kurzen Einblick in ihr Leben. Ihr Leitmotiv in ihrem Governorjahr heisst ‚Generationen‘. Dabei ist ihr die gegenseitige Achtung ein wichtiges Anliegen. Die drei Grundsätze von Inner Wheel, Freundschaft, Dienst am Nächsten und internationale Beziehungen sind für sie Wichtige Pfeiler im Leben, die sie auch aus eigenen Erfahrungen sehr gut kennt.  Dann stellte sie ihr Governorprojekt vor. Hier handelt es sich zum einen um den Verein AURORA für die Deutschschweiz und das Tessin zum andern der Verein SUAMV für die welschen Kantone (AURORA gibt es hier nicht). Beide Vereine haben zum Ziel, Einelternfamilien den Alltag zu erleichtern. Ihnen Hilfe und Unterstützung zu bieten, vor allem in der ersten Zeit nach einem zB. plötzlichen Tod eines Elternteils. Beide Vereine sind auf Spenden angewiesen, denn die jeweiligen Mitgliederbeiträge reichen nicht, die Ausgaben zu decken. Zum Schluss dankt Catherine für die herzliche Aufnahme in unserem Club, dankt dem Vorstand für die gute Arbeit und das sehr schöne Programm.

Sabine Siegenthaler wird anschliessend in unseren Club als neues Mitglied aufgenommen, sie erhält alle Unterlagen und die traditionelle gelbe Inner Wheel-Rose, begleitet von guten Wünschen. Unsere Präsidentin Regula Kläusler klärt sie zudem über Rechte und Pflichten eines Inner Wheel Mitglieder auf. Unser Club besteht neu aus 51 Mitglieder. 

Unser Referent, Herr Rudolf Lüscher aus Kölliken ist Brieftaubenzüchter. Er war Sekundarlehrer, Gemeinderat, Grossrat und Hunterpilot. Sein heutiges Hobby hatte er zwar schon früh entdeckt. sich aber erst nach einem Unfall, der ihn zwang seine sportlichen Tätigkeiten aufzugeben, richtig damit befasst. Die männliche Taube wird Kuter, die weibliche Tübin genannt. Brietauben können gezielt gezüchtet werden, indem man zwei gute Tiere zusammenbringt. Das funktioniert oft, aber nicht immer. Unser Referent lässt heute die Tiere selbst ihre Partner wählen. Taubenpaare halten sich über Jahre die Treue und bleiben oft auch noch zusammen, wenn sie schon nicht mehr zeugungsfähig sind. Sie ‚turteln‘ auch dann noch oft Tag und Nacht zusammen. Nach der Paarung legt die Tübin 2 Eier. Diese werden von beiden Eltern abwechslungsweise gebrütet, der Kuter am Tag und die Tübin während der Nacht. Nach 17 - 18 Tagen schlüpfen die Jungen und werden wiederum von beiden Eltern gefüttert, bis sie dann nach etwa 25 Tagen flügge werden. Brieftauben fliegen Strecken zwischen 100 und 1000 Kilometer. Eine Strecke von 1000 km legen sie in ca. 10 Stunden zurück. Die Flieggeschwindigkeit beträgt ca. 70 km/h, bei guten Windverhältnissen legen sie bis 100 km/h zurück (bei Gegenwind natürlich weniger). Warum eine Brieftaube immer wieder zurück findet ist auch heute noch wissenschaftlich nicht geklärt. Es gibt hier verschiedene Theorien. Herr Lüscher brachte uns ein Taubenpaar mit zwei Jungvögeln mit, letztere konnten wir sogar in die Hand nehmen, ein sehr schönes Gefühl. Vor dem Lunch liess der Referent eine Taubenschar los, einige Inner Wheelerinnen hatten das Vergnügen, dabei zu sein (ich habe es leider verpasst). Herzlichen Dank Herrn Lüscher für den Einblick in eine ganz spezielle Tierwelt, aber auch für die Möglichkeit, die lebenden Tiere aus nächster Nähe zu betrachten.

 

Ursula Baumann


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