Lunchbericht vom 9. November 2017

Freitag, 24. November 2017

 

 Bericht Inner Wheel Lunch vom 9.11.2017 

Hutmode im Wandel der Zeit 

Warum überhaupt einen Hut, eine freche Mütze oder ein elegantes Stirnband tragen? Gabriela Lanz, die Modistin, liess uns in ihrem Vortrag ihre Leiden-schaft für Kopfbedeckungen spüren. 

Frau Lanz ist 1966 in Langenthal geboren. Nach der obligatorischen Schulzeit machte sie zuerst die Ausbildung als Technische Zeichnerin und absolvierte danach die dreijährige Lehre als Modistin in Solothurn. 1993 eröffnete sie ihr eigenes Hutatelier in Huttwil mit dem Namen „CHAPEAU, MAGIQUE!“. 

Seit 2002 hat der Beruf von Frau Lanz eine neue Bezeichnung: Bekleidungs-gestalter/in Fachrichtung Modisterei. 

Hüte sind das älteste Accessoire der Menschheit. Die Grösse, Höhe und Breite eines Hutes waren in früheren Zeiten ein Zeichen für den Berufsstand, das Ansehen und den Reichtum. Reiche Leute konnten sich folglich eine grosse Kopfbedeckung leisten. 

In der Rokoko-Zeit waren Strohhüte in Mode, während in der französischen Revolution Perücken dominierten. Lange Haare mit breiten „Wagenrad-Hüten“ trug man in der Belle Epoque. Nach dem ersten Weltkrieg stand wenig Stoff zur Verfügung, sodass Coco Chanel den Topfhut, der auf die Kurzhaar-schnitte passte, entwarf. Darauf folgten wieder üppigere Jahre. In den 70/80- er Jahren ging in der Mode nichts ohne Hut. Die Hippie-Zeit brachte aber da-nach den Wandel zu weniger Kopfbedeckungen. 

Frau Lanz fertigt in ihrem Atelier aus Baumwolle, Leinen und Sisalstroh in ver-schiedenen Farben leichte Sommerhüte her. 

Warme Winterhüte kreiert sie aus feinem Hasenhaarfilz, geschmeidigem Le-der oder grobem Wollwalk. Durch Feuchtigkeit und Dampf wird das Material in Form gezogen. 

Mit Garnituren aus Federn, Seidenblumen, Tüll, Broschen und Bändern be-kommt jeder Hut den nötigen Charme zum passenden Anlass, z.B. ans Pfer-derennen in Aarau, oder gar nach Ascot….! 

die Berichterstatterin, 

Marta Walther, IWC Aarau


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