Lunchbericht vom 8. November 2018 im Gasthof zum Schützen Aarau

Dienstag, 27. November 2018
Die Referentin: Claire HuwylerDie Referentin: Claire Huwyler

Lunchbericht Nr. 5

8. November 2018, Gasthof zum Schützen Aarau

Teilnehmer: 24

Gäste: 2

 

Claire Huwyler, Palliative Care der Aargauer Landeskirchen

In ihrer Begrüssung dankt uns Frau Huwyler für die grosse Spende, die unser IW Club an die Palliative Care gemacht hat. Vor sechs Jahren kam Frau Huwyler durch Freiwilligenarbeit zur Organisation „Palliative Care“ der Aargauischen Landeskirchen, deren Leitung sie innehat. Entstanden ist die Idee zur Palliative Care durch die Kirche, insbesondere durch Ordensschwestern. Zu Beginn arbeiteten die Kirchen getrennt. Heute ist die Einrichtung ökumenisch. Frau Huwyler hat den Begleitdienst mit der reformierten Landeskirche aufgebaut. Dazu wurden spezielle Ausbildungslehrgänge organisiert und durchgeführt. Der Lehrgang beinhaltet ein Obligatorium für Supervision. Bis jetzt wurden ca. 600 bis 700 Personen zu freiwilligen Helfern der Palliative Care ausgebildet. In regionalen Gruppen arbeiten zurzeit etwa 200 Helferinnen und Helfer für diese

Organisation. Die Freiwilligen – mehrheitlich Frauen - kommen aus verschiedenen Berufen, Altersschichten und Konfessionen. Frau Huwyler gibt ihrer Freude Ausdruck, dass unser Clubmitglied Regula Kläusler auch bei der Palliative Care mitarbeitet.

Im Kanton Aargau gibt es noch andere Einrichtungen, die schwerkranke und sterbende Menschen begleiten. Es sind dies z.B. das Hospiz Aargau in Brugg, die Spitex, die Palliative Spitex, viele Altersund Pflegeheime sowie verschiedene Freiwilligendienste, welche über den ganzen Kanton verteilt sind. Im Jahr 2017 wurden im Kanton Aargau etwa 6‘000 bis 8‘000 Stunden Freiwilligenarbeit, das sind ca. 600 Einsätze geleistet. Jede Person kann selber anfragen, wenn sie gerne Unterstützung hätte. Oft kommen die Anfragen auch von Hausärzten und Seelsorgern. Die Hilfe ist kostenlos. Die Aarg. Landeskirchen finanzieren die grossen Kosten, d.h. die Ausbildungen und Spesen. Einige Interessierte bezahlen ihre Ausbildung selbst.

Mit ihrer ruhigen Art hat uns Frau Huwyler zum stillen und nachdenklichen Zuhören verleitet. Man spürte ihre innere Befriedigung aus dieser Tätigkeit. Sie führte aus, dass es um die Würde der Menschen in einer schwierigen Lebensphase geht. Der schwer Kranke oder Sterbende will ernst genommen werden. Er möchte nicht allein sein. Auch die Menschen und Angehörigen um ihn herum möchten unterstützt werden. Die Arbeit ist nicht traurig, sie kann auch lustig und gemütlich sein und Freude bereiten.

„Sterben ist Leben. Erst nach dem Tod ist tot.“

Frau Huwyler weist uns auf die Veranstaltungen zur Öffentlichkeitsarbeit hin, welche regelmässig in Aarau stattfinden.

 

Die Berichterstatterin:

Marta Walther


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  • Claudia Huber bedankt sich bei der Referentin Claire HuwylerClaudia Huber bedankt sich bei der Referentin Claire Huwyler